- Nationalität
- Britisch
- Geboren
- 01.01.1959
Bernardine Evaristo, geboren 1959 in London als viertes von acht Kindern, ist eine der einflussreichsten britischen Schriftstellerinnen unserer Zeit. Sie wuchs in einer multikulturellen Familie auf, mit einem nigerianischen Vater und einer britischen Mutter, was ihre Werke stark prägt. Evaristo studierte Schauspielerei, leitete eine Theatergruppe für schwarze Frauen und Künstlerinnen of Color und etablierte sich früh als Autorin innovativer Prosa. Sie ist Professorin für Kreatives Schreiben an der Brunel University London und stellvertretende Vorsitzende der Royal Society of Literature.
Ihr internationaler Durchbruch gelang 2019 mit dem Roman 'Mädchen, Frau, etc.', für den sie als erste schwarze Autorin den Booker Prize gewann. Das Werk porträtiert das Leben Schwarzer Frauen in Großbritannien über Generationen hinweg und thematisiert Rassismus, Feminismus und Identität. Evaristo wurde maßgeblich von der lesbischen Aktivistin Audre Lorde beeinflusst, deren Essays ihre Sicht auf schwarzen Feminismus formten. Ihre Romane wie 'Zuleika' greifen oft queere Perspektiven und non-binäre Geschlechterrollen auf, was sie zu einer wichtigen Stimme im LGBT-Kontext macht. Mit ihrer polyphonen Erzählweise bricht sie literarische Konventionen und feiert Vielfalt.