George Chauncey

Nationalität
Amerikanisch
Geboren
01.01.1954

George Chauncey, geboren 1954, ist ein US-amerikanischer Historiker, der sich auf die Geschichte von Geschlecht, Sexualität und der Stadt spezialisiert hat, mit einem besonderen Fokus auf die US-amerikanische LGBTQ-Geschichte. Er studierte an der Yale University, wo er 1977 seinen Bachelor und 1989 seinen Ph.D. in Geschichte erlangte. Von 1991 bis 2006 lehrte er an der University of Chicago, wechselte dann an die Yale University und lehrt seit 2017 als DeWitt Clinton Professor an der Columbia University. Dort leitet er die Columbia Research Initiative on the Global History of Sexualities.

Chauncey wurde durch sein bahnbrechendes Werk Gay New York: Gender, Urban Culture, and the Making of the Gay Male World, 1890–1940 (1994) weltbekannt. Das Buch, das mit mehreren Preisen wie dem Los Angeles Times Book Prize und dem Lambda Literary Award ausgezeichnet wurde, beleuchtet die lebendige schwule Subkultur in New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts und widerlegt Mythen über Isolation und Unsichtbarkeit. Weitere wichtige Publikationen sind Why Marriage? The History Shaping Today’s Debate Over Gay Equality (2004). Als Experte trat er in über 30 Gerichtsverfahren zur LGBTQ-Rechte auf, darunter Fälle vor dem US Supreme Court wie Obergefell v. Hodges. Seine Forschung hat das Feld der US-LGBTQ-Geschichte maßgeblich geprägt.

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