Hubert Fichte, geboren am 21. März 1935 in Perleberg, war ein einflussreicher deutscher Schriftsteller, Ethnograph und Vordenker von Queer Studies sowie postkolonialer Forschung. Als unehelicher Sohn einer Stenotypistin und eines jüdischen Händlers wuchs er in Hamburg auf, wo er verschiedene Berufe ausübte, darunter Schauspieler, Schafhirte und Landwirtschaftslehrling, bevor er ab 1963 als freier Autor lebte.
Seine Karriere begann mit Erzählungen wie "Der Aufbruch nach Turku" (1963). Bekannte Romane sind "Das Waisenhaus" (1965), der Bestseller "Die Palette" (1968), in dem er Hamburger Subkulturen und queere Milieus porträtierte, sowie "Versuch über die Pubertät" (1974). Gemeinsam mit der Fotografin Leonore Mau schuf er ethnopoetische Werke wie "Xango" (1976) und "Petersilie" (1980). Sein Hauptwerk, der unvollendete Zyklus "Geschichte der Empfindlichkeit", thematisiert autobiografisch sensible Themen inklusive Homosexualität und gesellschaftliche Ränder.
Fichte starb am 8. März 1986 in Hamburg und hinterließ ein Œuvre, das Pop-Literatur, Ethnologie und queere Perspektiven vereint.
Bücher
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