Jan Morris

Nationalität
Walisisch
Geboren
02.10.1926

Jan Morris, geboren 1926 als James Humphrey Morris in Clevedon, England, war eine walisische Journalistin, Historikerin und Reiseschriftstellerin. Sie machte sich als Reporterin der „Times“ einen Namen, indem sie 1953 den Exklusivbericht über die Erstbesteigung des Mount Everest durch Edmund Hillary und Tenzing Norgay lieferte – rechtzeitig zum Krönungstag von Elisabeth II. Weitere Berichte aus dem Suez-Krieg und Interviews mit Figuren wie Che Guevara prägten ihre Karriere. Ab 1960 widmete sie sich dem Schreiben, verfasste Reisebücher über Städte wie Venedig, Triest, Hongkong und Sydney sowie eine gefeierte Trilogie zur Geschichte des Britischen Empires („Pax Britannica“), deren letzter Band „Farewell the Trumpets“ als Abgesang auf das Empire gilt.

Bereits als Kind spürte Morris, im falschen Körper geboren zu sein. 1972, im Alter von 46 Jahren, durchlief sie eine Geschlechtsangleichung und lebte fortan als Frau. Darüber berichtet ihr autobiografisches Werk „Conundrum“ (deutsch: „Rätsel. Betrachtung einer Wandlung“), eines der ersten Bücher zu diesem Thema. Mit ihrer Frau Elizabeth, die sie 1949 geheiratet hatte, blieb sie bis zu ihrem Tod 2020 in Wales verbunden – sie heirateten 2008 erneut. Morris gilt als queere Pionierin.

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