- Nationalität
- US-amerikanisch-dominikanisch
- Geboren
- 31.12.1968
Junot Díaz, geboren am 31. Dezember 1968 in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik, ist ein US-amerikanisch-dominikanischer Schriftsteller und Professor für kreatives Schreiben am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Mit sechs Jahren immigrierte er mit seiner Familie in die USA, wo Themen wie Migration, Armut und kulturelle Dualität seine Werke prägen. Sein Debüt, die Kurzgeschichtensammlung Drown (1996, dt. Abtauchen), brachte ihm Anerkennung; Geschichten daraus erschienen in The Best American Short Stories. International durchbrach er 2007 mit dem Roman Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao, für den er 2008 den Pulitzer-Preis erhielt. Der Roman erzählt die Familiensaga dominikanischer Immigranten unter dem Fluch des Diktators Trujillo, gemischt mit magischem Realismus, Popkultur und spanischen Einsprengseln. Weitere Werke sind This Is How You Lose Her (2012, dt. Und so verlierst du sie). Díaz' semi-autobiografische Figur Yunior durchzieht viele Texte. 2018 offenbarte er in einem New Yorker-Essay eine Kindheitsvergewaltigung durch einen Mann, die sein Leben nachhaltig prägte – ein seltener Einblick in queere oder trauma-bezogene Aspekte in seinem Œuvre.