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- Britischer
Matt Houlbrook ist ein renommierter britischer Kulturhistoriker und Professor für Kulturgeschichte an der University of Birmingham. Geboren in South Humberside nahe Scunthorpe, besuchte er eine lokale Comprehensive School, bevor er an der University of Cambridge seinen BA in Geschichte abschloss und an der University of Essex seinen PhD erwarb. Seine akademische Karriere führte ihn an die Universitäten Liverpool und Oxford, ehe er 2013 nach Birmingham wechselte, wo er unter anderem Leiter des History Departments und der Postgraduate Studies war.
Houlbrook ist international bekannt für seine Forschungen zur britischen Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere zu Geschlecht, Sexualität und Identität in den 1920er und 1930er Jahren. Sein Debütwerk Queer London: Perils and Pleasures in the Sexual Metropolis, 1918-57 (2005) gewann den Longman-History Today Prize und den Whitfield Prize der Royal Historical Society. Das Buch beleuchtet queere Subkulturen und das schwule Leben in London nach dem Ersten Weltkrieg und verbindet akademische Tiefe mit zugänglicher Erzählweise. Seine Arbeiten thematisieren oft die Schnittstelle von Kultur, Kapital und Selbstwahrnehmung, mit starkem Fokus auf LGBT-Geschichte, und haben das Feld nachhaltig geprägt.