- Nationalität
- Amerikanisch
- Geboren
- 05.01.1965
Robert Beachy, geboren 1965 in Aibonito, Puerto Rico, ist ein US-amerikanischer Historiker, der sich auf die intellektuelle und kulturelle Geschichte Deutschlands und Europas spezialisiert hat. Er wuchs in Mennoniten-Gemeinden in Puerto Rico und Indiana auf und studierte Geschichte an der University of Chicago, wo er 1998 seinen Ph.D. erlangte. Nach einer Tätigkeit am Goucher College in Baltimore lehrt er seit 2014 als Associate Professor am Underwood International College der Yonsei University in Seoul, Südkorea.
Beachy erhielt prestigeträchtige Förderungen von Institutionen wie der John S. Guggenheim Memorial Foundation, dem Max-Planck-Institut für Geschichte und dem National Humanities Center. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Sexualität, insbesondere der Homosexualität in Deutschland vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis in die NS-Zeit. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch 'Gay Berlin: Birthplace of a Modern Identity' (2014), das in Deutschland als 'Das andere Berlin: Die Erfindung der Homosexualität. Eine deutsche Geschichte 1867–1933' erschien. Darin beleuchtet er Pioniere der Sexualwissenschaft wie Magnus Hirschfeld, das schwule Nachtleben Berlins und die Entstehung moderner Identitäten – ein zentraler Beitrag zur LGBT-Geschichte.
Weitere Werke umfassen 'The Soul of Commerce' (2005) und 'Pious Pursuits' (2007). Beachys Arbeiten werfen neues Licht auf vergessene Kapitel queerer Geschichte und ihre globale Relevanz.