Samantha Allen wuchs in einem konservativen mormonischen Elternhaus in New Jersey auf und war selbst als junge Erwachsene Mormonenmissionarin, bevor sie mit der Kirche brach und von der Brigham Young University an die Rutgers University wechselte. Sie promovierte in Gender- und Sexualitätsforschung an der Emory University.
Als Journalistin schrieb sie zunächst für The Daily Beast, heute arbeitet sie als Culture Editor bei Them. Diese doppelte Perspektive – von innen aus einer religiös-konservativen Welt, von außen als queere Reporterin – prägt ihr Sachbuch „Real Queer America“.
Darin reist Allen durch sechs vermeintlich wenig queer-freundliche US-Bundesstaaten und erzählt von LGBTQ-Communitys, die dort trotzdem entstehen und wachsen. Das Buch wurde für den Lambda Literary Award nominiert und für sein Gespür für Nuancen jenseits der üblichen Rot-Blau-Erzählung gelobt.