Thomas Hettche

Nationalität
Deutsch
Geboren
30.11.1964

Thomas Hettche, geboren 1964 in Treis im Landkreis Gießen, ist ein bedeutender deutscher Schriftsteller und Essayist. Er wuchs im Vogelsberg auf, studierte Germanistik, Filmwissenschaft und Philosophie an der Universität Frankfurt am Main, wo er 1991 mit einer Arbeit über Robert Musil seinen Magister abschloss und 1999 mit der medientheoretischen Dissertation 'Animationen' über Anatomie und Pornographie in Venedig promovierte.

Sein literarisches Debüt gab Hettche 1989 mit dem Roman 'Ludwig muß sterben', gefolgt von 'Inkubation' (1992) und 'Nox' (1995). Bekannt wurde er durch Bestseller wie den Kriminalroman 'Der Fall Arbogast' (2001), der in zehn Sprachen übersetzt wurde, sowie 'Woraus wir gemacht sind' (2006), 'Die Liebe der Väter' (2010), 'Pfaueninsel' (2014) und 'Herzfaden' (2020). Als Journalist schrieb er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung, war Juror beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (1995–1999) und erhielt Preise wie den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis.

In seinem Werk thematisiert Hettche oft Identität, Geschichte und Körperlichkeit, etwa in 'Animationen', das Pornographie und Anatomie beleuchtet. Nach Aufenthalten in Venedig, Rom und Los Angeles lebt er heute in Berlin und der Schweiz. Er hat zwei Töchter. Ein expliziter LGBT-Bezug ist in seinen bekannten Werken nicht prominent dokumentiert.

Bücher