Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
551
ISBN
9783406457241
Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

In 'Auf der Suche nach dem verlorenen Glück' – dem Originaltitel 'Le lambeau' – schildert Philippe Lançon autobiografisch seine dramatische Überlebensgeschichte nach dem Terroranschlag auf die 'Charlie Hebdo'-Redaktion am 7. Januar 2015. Als Journalist wird er schwer verletzt, eine Kugel zerfetzt seinen Unterkiefer, und er kämpft jahrelang mit unzähligen Operationen, Schmerzen und der langsamen körperlichen sowie seelischen Rekonstruktion. Das Buch ist eine eindringliche Chronik des Krankenhausalltags, der Isolation und der schrittweisen Genesung, unterstützt durch klassische Musik und innere Reflexionen.

Der LGBT-Bezug ergibt sich aus Lançons persönlicher Homosexualität, die er offen thematisiert und die seine Beziehungen sowie Identität prägt. Vor dem Attentat lebte er sein schwules Leben frei in Paris, was nach dem Trauma eine neue Dimension der Selbstfindung erhält. Das Werk gewinnt Bedeutung als Zeugnis der Resilienz, das Trauma nicht als Anklage, sondern als intimen Prozess der Wiederannäherung an das Leben darstellt – ein ergreifender Beitrag zur Literatur des Überlebens.

Queerer Bezug: Das Buch thematisiert die Homosexualität des Autors Philippe Lançon als integralen Bestandteil seiner Identität und Beziehungen, die vor und nach dem Attentat eine Rolle spielen. Es beleuchtet, wie sein schwules Leben in Paris die Resilienz und Selbstreflexion im Kontext des Traumas bereichert.