Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Autor
Marcel Proust, geb. 1871
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1913
Seiten
4212

"Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ist Marcel Prousts monumentales Romanwerk, das in sieben Bänden die Erinnerungen des Erzählers Marcel an seine Kindheit in Combray, seine Jugend in Paris und die Welt der Salons der Belle Époque einfängt. Die Handlung kreist um Themen wie Liebe, Eifersucht, Zeit und Erinnerung, ausgelöst durch einen berühmten Moment des unfreiwilligen Gedächtnisses: den Geschmack einer Madeleine-Madeleine in Lindenblütentee. Proust schildert detailliert die Gesellschaft der Oberschicht, Liebesaffären wie die tragische Beziehung von Charles Swann zu Odette und die Entdeckungen des jungen Erzählers in den Kreisen von Baron de Charlus.

Der LGBT-Bezug ist zentral: Proust, selbst homosexuell, porträtiert queere Beziehungen offen, insbesondere die homoerotischen Neigungen des Baron de Charlus und subtile Andeutungen der Homosexualität des Erzählers. Das Werk gilt als Meilenstein der queeren Literatur, da es schwule Identitäten und gesellschaftliche Tabus der Zeit nuanciert beleuchtet. Seine Bedeutung liegt in der psychologischen Tiefe und der Erforschung der menschlichen Psyche, die es zu einem der einflussreichsten Werke der Moderne macht.

Queerer Bezug: Das Werk thematisiert Homosexualität detailliert, etwa durch die homoerotischen Beziehungen des Baron de Charlus und Andeutungen bei Proust selbst. Es gilt als wegweisend für die Darstellung queerer Identitäten in der Literatur.