Carol – Salz und sein Preis

Autor
Patricia Highsmith, geb. 1921
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1952
Seiten
288

„Carol – Salz und sein Preis“ von Patricia Highsmith erzählt die leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen der 19-jährigen Therese Belivet, einer unsicheren Bühnenbildnerin, und der glamourösen, verheirateten Carol Aird. Die beiden Frauen begegnen sich zufällig in einem New Yorker Warenhaus während der Weihnachtszeit. Therese ist sofort fasziniert von Carols Eleganz und reifer Ausstrahlung, und bald entwickelt sich eine intensive Beziehung, die beide aus ihrem Alltag reißt. Sie brechen zu einer abenteuerlichen Autoreise durch die USA auf, doch die Idylle wird durch Carols baldigen Ex-Mann Harge gestört, der einen Privatdetektiv beauftragt, um Beweise für ihre lesbische Affäre zu sammeln und ihr das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Rindy zu entreißen.

Der Roman thematisiert mutig die gesellschaftlichen Vorurteile der 1950er Jahre gegen queere Liebe und zeigt die innere Zerrissenheit der Protagonistinnen. Therese entdeckt ihre sexuelle Identität, während Carol zwischen Mutterrolle und wahrer Leidenschaft wählen muss. Trotz Erpressung und Trennung siegt ihre Liebe am Ende – ein seltenes glückliches Ende in der lesbischen Literatur, das das Buch zu einem Meilenstein macht. Highsmiths präzise Psychologie und subtile Spannung machen es zu einem zeitlosen Klassiker über Befreiung und den Preis verbotener Gefühle.

Queerer Bezug: Das Buch ist ein Meilenstein der lesbischen Literatur, da es eine lesbische Liebesgeschichte mit einem glücklichen Ende erzählt – ungewöhnlich für die 1950er Jahre – und gesellschaftliche Vorurteile sowie die Entdeckung der eigenen Identität thematisiert.