- Autor
- Madeline Miller, geb. 1978
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2018
- Seiten
- 400
"Circe" von Madeline Miller ist eine faszinierende Neuerzählung der griechischen Mythologie aus der Perspektive der Zauberin Circe, Tochter des Sonnengottes Helios. Als Außenseiterin unter Göttern und Titanen entdeckt sie ihre magischen Kräfte, wird wegen ihrer Andersartigkeit auf die einsame Insel Aiaia verbannt und entwickelt sich dort zur mächtigen Hexe. Sie zähmt wilde Tiere, braut Zaubertränke, verwandelt Eindringlinge in Schweine und begegnet Figuren wie Daedalos, Medea, Scylla, Odysseus und Penelope. Die Handlung spannt sich über ihr ganzes Leben, geprägt von Liebe, Verrat, sexueller Gewalt und unerschütterlicher Stärke.
Der Roman hebt den feministischen Ansatz hervor, indem er Circes Unabhängigkeit und Widerstand gegen patriarchale Strukturen betont. LGBT-Relevanz ergibt sich aus der queeren Perspektive der Autorin und der Darstellung weiblicher Beziehungen sowie fluiden Identitäten in der Mythologie, etwa durch starke Frauenfiguren wie Penelope und Nymphen. "Circe" feiert weibliche Empowerment und hat Millionen Leserinnen inspiriert, mythische Heldinnen neu zu entdecken.
Queerer Bezug: Das Buch weist eine queere Relevanz durch die lesbische Autorin Madeline Miller auf, die weibliche Empowerment und nuancierte Beziehungen zwischen Frauen wie Circe und Penelope betont. Es thematisiert zudem Fluidität von Identitäten und Widerstand gegen patriarchale Normen.