Confession of the Lioness

Autor
Mia Couto, geb. 1955
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
224
ISBN
9781787301313
Confession of the Lioness

In Mia Coutos Roman 'Confession of the Lioness' wird das isolierte Dorf Kulumani in Mosambik von geisterhaften Löwinnen heimgesucht, die ausschließlich Frauen angreifen. Die Geschichte wird durch die Tagebücher der jungen Mariamar, deren Schwester von den Raubtieren getötet wurde, und des Jägers Archangel Bullseye erzählt, der beauftragt ist, die Tiere zu erlegen. Mariamar lebt gefangen bei ihrem misshandelnden Vater, der sie einsperrt, um sie vor der Außenwelt zu schützen – oder zu kontrollieren. Als Archangel eintrifft, flammt eine alte Liebe in Mariamar auf, doch die wahren Monster erweisen sich als die gewalttätigen Männer des Dorfes, deren Unterdrückung der Frauen die spirituellen Löwinnen heraufbeschwört.

Der Roman thematisiert eindringlich die Unterdrückung von Frauen und verknüpft mythische Elemente mit sozialer Kritik. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, beleuchtet das Werk queere Perspektiven durch die Fluidität von Mensch und Tier sowie verbotene Sehnsüchte wie Mariamars Liebe zu Archangel, die traditionelle Geschlechterrollen herausfordert und die Grenzen von Identität und Sexualität verschwimmen lässt. Coutos poetische Sprache macht das Buch zu einer faszinierenden Auseinandersetzung mit Patriarchat und Magie.

Queerer Bezug: Das Buch thematisiert keine expliziten LGBT-Figuren, doch die queere Lesart ergibt sich aus der Fluidität zwischen Mensch und Tier sowie verbotenen Sehnsüchten, die traditionelle Geschlechter- und Sexualitätsnormen überschreiten.