- Autor
- Oscar Wilde, geb. 1854
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 1890
- Seiten
- 304
- ISBN
- 9783538053434
Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde erzählt die Geschichte des jungen, bildhübschen Dorian Gray, dessen Porträt vom Maler Basil Hallward angefertigt wird. Beeinflusst von dem zynischen Dandy Lord Henry Wotton wünscht sich Dorian ewige Jugend und Schönheit, während das Gemälde anstelle von ihm altert und seine Sünden aufzeichnet. Er verfällt einem Leben voller Hedonismus, Grausamkeit und moralischer Verkommenheit: Nachdem er die Schauspielerin Sibyl Vane in den Selbstmord treibt, mordet er später seinen Freund Basil und vertuscht seine Verbrechen.
Der Roman thematisiert die Zerstörung der Seele durch ungezügelte Sinnlichkeit und die Vergeblichkeit der Reue. Besonders relevant für die LGBT-Gemeinschaft ist die subtile Darstellung homoerotischer Beziehungen, etwa die obsessive Verehrung Basils für Dorian und Andeutungen einer intimen Verbindung zwischen Dorian und dem Chemiker Alan Campbell. Oscar Wilde selbst, homosexuell und später verurteilt, kodierte queere Elemente in sein einziges Romanwerk, das als Kritik an viktorianischer Heuchelei gilt und bis heute die Debatte über Schönheit, Moral und Identität bereichert.
Queerer Bezug: Das Buch enthält subtile homoerotische Untertöne, insbesondere in der obsessiven Bewunderung des Malers Basil für Dorian und Andeutungen intimer Beziehungen. Als Werk des homosexuellen Autors Oscar Wilde spiegelt es queere Kodierungen wider, die in der viktorianischen Ära zensiert wurden.