Das sechste Sterben

Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
320

In 'Das sechste Sterben' von Jasmin Schreiber entfaltet sich eine eindringliche Erzählung inmitten des vom Menschen verursachten sechsten Massenaussterbens. Die Protagonistin Zoe, eine Biologin, unternimmt zusammen mit ihrer Schwester Hanna und ihrer Tante Auguste eine Reise durch ein kollabiertes Europa des Jahres 2041, um Augustes verschwundene Freundin Sophie zu finden. Auf dem Weg begegnen sie abgelegenen Frauengemeinschaften, in denen matriarchale Strukturen herrschen und die Natur sich mysteriös regeneriert. Der Roman thematisiert Umweltzerstörung, patriarchale Gewalt und den Verlust der Biodiversität, symbolisiert durch den Begriff des 'Endlings' – das letzte Individuum einer ausgestorbenen Art.

Der **LGBT-Bezug** wird durch die queere Beziehung zwischen Auguste und Sophie betont, die zentral für die Handlung ist und Themen von Liebe, Verlust und Widerstand gegen zerstörerische patriarchale Systeme beleuchtet. Schreiber verknüpft ökologische Katastrophe mit feministischen und queeren Perspektiven im Stil des Ökofeminismus, indem sie alternative Lebensformen zeigt, die Fürsorge, Gemeinschaft und Harmonie mit der Natur priorisieren. Das Buch regt zur Reflexion über Verantwortung und Weiterleben in einer sterbenden Welt an und etabliert sich als bedeutender Beitrag zur Klimafiktion mit queerer Tiefe.

Queerer Bezug: Der Roman thematisiert eine queere Beziehung zwischen Auguste und ihrer verschwundenen Freundin Sophie, die zentral für die Handlung ist. Er verbindet ökofeministische Kritik mit queerer Perspektive und zeigt matriarchale Gemeinschaften als Alternative zu patriarchalen Strukturen.