- Autor
- Kristof Magnusson, geb. 1976
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2012
- Seiten
- 320
- ISBN
- 9783888975820
"Das war ich nicht" von Kristof Magnusson erzählt die Geschichte zweier Protagonisten, deren Leben auf unerwartete Weise kollidieren. Jasper Lüdemann, ein junger deutscher Trader bei einer amerikanischen Investmentbank in Chicago, strebt die große Karriere an, langweilt sich jedoch zunehmend in seinem Job und fühlt sich isoliert. In einem Moment der Schwäche vertuscht er einen Fehler, was eine Kette von Manipulationen auslöst und ihn in eine moralische Krise stürzt. Parallel dazu flieht die Literaturübersetzerin Nora vor ihrem scheinbar perfekten, aber erdrückenden Leben in Deutschland, geprägt von Luxus wie Weinklimaschrank und Designer-Küchengeräten.
Der Roman thematisiert Identitätssuche, gesellschaftlichen Druck und die Konsequenzen persönlicher Entscheidungen. Der starke LGBT-Bezug ergibt sich aus Magnussons eigener Homosexualität, die subtil in die Figuren und ihre inneren Konflikte einfließt – eine nuancierte Auseinandersetzung mit queeren Erfahrungen in heteronormativen Strukturen der Finanzwelt und des bürgerlichen Lebens. Das Buch gewann 2012 den Preis der Leipziger Buchmesse und wird für seine intelligente Gesellschaftskritik und psychologische Tiefe gefeiert.
Queerer Bezug: Das Buch thematisiert queer-inspirierte Identitätskonflikte durch den schwulen Autor Kristof Magnusson, der persönliche Erfahrungen in die Figuren einfließen lässt. Es beleuchtet subtile LGBT-Themen wie Isolation und gesellschaftlichen Druck in heteronormativen Welten.