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De Profundis

De Profundis
Buch · Memoiren
1905 · 151 Seiten

"De Profundis" thematisiert offen Wildes homosexuelle Beziehung zu Lord Alfred Douglas, die zu seiner Verurteilung wegen Unzucht führte. Es ist ein zentrales Werk der queeren Literatur, das Liebe, Verrat und gesellschaftliche Verfolgung homosexueller Männer authentisch beleuchtet.

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"De Profundis" ist ein intensiver, persönlicher Brief, den Oscar Wilde 1895–1897 während seiner zweijährigen Haft in englischen Zuchthäusern an seinen ehemaligen Liebhaber Lord Alfred Douglas, genannt "Bosie", schrieb. Der Titel stammt aus dem Psalm 130 und symbolisiert den Ruf aus der Tiefe. Darin reflektiert Wilde über sein bisher hedonistisches, oberflächliches Leben, das durch die destruktive Beziehung zu Douglas in Ruin und Schande mündete. Er wirft Douglas Eitelkeit, Gier und Verantwortungslosigkeit vor, die ihn ruinierten, und gesteht gleichzeitig eigene Fehler ein.

Im Gefängnis erlebt Wilde eine tiefe innere Wandlung: Aus Leid und Demütigung entsteht Selbsterkenntnis und spirituelle Tiefe. Er entdeckt Demut als Weg zur Vervollkommnung, ohne auf Religion oder Moral auszuweichen. Der LGBT-Bezug liegt in der offenen Darstellung ihrer homosexuellen Liebe, die zu Wildes Verurteilung wegen "grober Unzucht" führte – ein Meilenstein der queeren Literatur. "De Profundis" ist ein bewegendes Zeugnis von Liebe, Verrat, Leid und künstlerischer Selbstfindung, das Wildes Genie auch im Abstieg zeigt.

Fakten
Genre Memoiren
Erscheinungsjahr 1905
Seiten 151
ISBN 9781594628214

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