Der größere Teil der Welt

Autor
Jennifer Egan, geb. 1962
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
385

„Der größere Teil der Welt“ von Jennifer Egan ist ein innovativer Episodenroman, der wie ein Puzzle aus 13 miteinander verknüpften Kapiteln aufgebaut ist. Die Handlung dreht sich um Bennie Salazar, einen Musikproduzenten in New York, und ein Netzwerk aus Figuren aus verschiedenen sozialen Schichten. Die Geschichten springen durch Jahrzehnte – von den 1980er Jahren bis in die 2020er – und wechseln zwischen Ich- und Er-Form, um Verbindungen, Zeitabläufe und persönliche Schicksale aufzudecken. Egan webt subtile Hinweise ein, die der Leser selbst zusammensetzen muss, was den Roman zu einer faszinierenden Erkundung von Alterung, Erfolg und Verlust macht.

Der LGBT-Bezug zeigt sich besonders in der Figur der lesbischen Punk-Rockerin Alice, deren Beziehung zu einem Mann und ihre komplexen Emotionen zentrale Themen berühren. Auch queere Elemente in anderen Charakteren unterstreichen Egans nuancierte Darstellung von Identität und Sexualität. Das Buch, das 2011 den Pulitzer-Preis gewann, beleuchtet die Vergänglichkeit des Lebens inmitten der Musikszene und kulturellen Veränderungen, mit einem Schlusskapitel, das einen hoffnungsvollen Blick in eine dystopische Zukunft wirft.

Queerer Bezug: Das Buch thematisiert queere Identitäten, insbesondere durch die lesbische Protagonistin Alice und ihre Beziehungen, die komplexe Facetten von Sexualität und Selbstfindung beleuchten. LGBT-Elemente sind integral in das Figurennetz eingebettet und tragen zur Erkundung menschlicher Verbindungen bei.