Der Palast der weißen Stinktiere

Autor
Reinaldo Arenas, geb. 1943
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1980
Seiten
256

Der Roman 'Der Palast der blütenweißen Stinktiere' von Reinaldo Arenas spielt in einer kubanischen Kleinstadt im Jahr 1957, kurz vor der Revolution. Der junge Protagonist Fortunato, ein sensibler und rebellischer Teenager, sehnt sich nach Freiheit und möchte sich den Rebellen anschließen. Auf der Suche nach einer Waffe gerät er in absurde, groteske Abenteuer, die von Korruption, sexueller Unterdrückung und gesellschaftlichen Zwängen geprägt sind. Die Handlung entfaltet sich in einer Welt voller skurriler Figuren und magisch-realistischer Elemente, die Arenas' Kritik am Batista-Regime und später an der Revolution scharf pointiert.

Der **LGBT-Bezug** ist zentral: Arenas, selbst offen schwul, webt homosexuelle Sehnsüchte und Erfahrungen ein, die unter dem Druck von Machismo und Repression leiden. Fortunatos Entdeckung seiner Sexualität inmitten von Gewalt und Verbotenem spiegelt die autoritäre Unterdrückung wider. Das Buch gewann 1980 in Kuba den Prix Unearthly Palace und wurde erst im Exil veröffentlicht. Es symbolisiert Arenas' Kampf für persönliche und künstlerische Freiheit, thematisiert Homophobie und wird als Meilenstein kubanischer Exilliteratur mit queerer Perspektive gefeiert.

Queerer Bezug: Das Buch thematisiert offen homosexuelle Sehnsüchte und die Repression queerer Identitäten unter dem kubanischen Regime, basierend auf Arenas' eigener schwuler Biografie. Es gilt als queerer Klassiker der lateinamerikanischen Literatur.