Die Autobiographie von Alice B. Toklas

Autor
Gertrude Stein, geb. 1874
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1933
Seiten
252

"Die Autobiographie von Alice B. Toklas" ist ein literarisches Meisterwerk von Gertrude Stein, erstmals 1933 veröffentlicht. Subversiv geschrieben aus der Ich-Perspektive von Alice B. Toklas, Steins langjähriger Lebensgefährtin, Muse und Sekretärin, erzählt das Buch Steins eigenes Leben in Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es schildert den berühmten Salon der Geschwister Stein in der Rue de Fleurus, der zum Treffpunkt der Avantgarde wurde: Picasso, Matisse, Braque, Hemingway und Apollinaire frequentieren das Haus und prägen die Bohème-Szene.

Der LGBT-Bezug ist zentral, da das Buch die enge, lesbische Partnerschaft zwischen Stein und Toklas offenlegt, ohne sie explizit zu benennen – ein kühner Kunstgriff in der damaligen Zeit. Es feiert ihre Beziehung als kreative Symbiose und wirft ein ironisch-heiteres Licht auf die Pariser Künstlerwelt. Das Werk brachte Stein den literarischen Durchbruch, führte aber auch zu Bruch mit Freunden und wurde zum Bestseller. Es bleibt ein ikonisches Zeugnis queerer Geschichte und moderner Kunstentwicklung.

Queerer Bezug: Das Buch thematisiert die lesbische Lebenspartnerschaft zwischen Gertrude Stein und Alice B. Toklas als kreative und emotionale Symbiose in der Pariser Avantgarde-Szene. Es gilt als Meilenstein queerer Literatur, da es diese Beziehung subtil, aber erkennbar offenlegt.