Die Stadt und die Säule

Autor
Gore Vidal, geb. 1925
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1948
Seiten
344

Gore Vidals Roman "Die Stadt und die Säule" erzählt die Geschichte des jungen Jim Willard, der sich nach einer intensiven sexuellen Begegnung mit seinem besten Freund Bob in der High School auf eine Jahre andauernde Odyssee begibt. Getrieben von der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Bob durchlebt Jim verschiedene Lebensstationen – von der Marine über Hollywood bis nach New York – und erlebt mehrere Beziehungen mit Männern, ohne sich selbst als homosexuell zu identifizieren. Der Roman thematisiert, wie gesellschaftliche Vorurteile und sexuelle Repression einen ansonsten wohlgeratenen Menschen in destruktive Verhaltensmuster zwingen. Mit psychologischer Tiefe und satirischem Scharfsinn zeigt Vidal, wie Diskriminierung nicht nur die Unterdrückten, sondern die gesamte Gesellschaft beschädigt. Das Buch gilt als Meilenstein der modernen amerikanischen Literatur und war bei seiner Veröffentlichung 1948 ein literarischer Skandal.

Queerer Bezug: Das Buch ist ein Pionierwerk der LGBT-Literatur und eines der ersten Werke, das Homosexualität offen und differenziert thematisiert. Es gilt als Meilenstein für die Darstellung der schwulen Erfahrung in der modernen amerikanischen Literatur.