Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie

Autor
Sigmund Freud, geb. 1856
Genre
Sachbuch
Erscheinungsjahr
1905
Seiten
112
ISBN
9780465086078
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Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie

In Sigmund Freuds Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie aus dem Jahr 1905 legt der Begründer der Psychoanalyse eine bahnbrechende Theorie der menschlichen Sexualität dar. Das Werk gliedert sich in drei Aufsätze: Der erste behandelt sexuelle Abirrungen wie Inversionen und Perversionen, der zweite die infantile Sexualität mit ihren Partialtrieben und erogenen Zonen, der dritte schließlich die Umgestaltung in der Pubertät zur genitalen Organisation. Freud erweitert den Sexualitätsbegriff radikal, trennt Sexualobjekt und Sexualziel und betont die Kontinuität zwischen normaler und abweichender Sexualität.

Der LGBT-Bezug ergibt sich aus Freuds differenzierter Auseinandersetzung mit Homosexualität, die er als Variation des Sexualtriebs ansieht, nicht als Krankheit. Er unterscheidet Subjekthomoerotik und Objekthomoerotik und erkennt angeborene Faktoren an, was für die Zeit revolutionär war. Das Buch revolutionierte das Verständnis von Sexualität, ebnete den Weg für die Psychoanalyse und beeinflusste nachhaltig die Sexualwissenschaft sowie das Bild vom Menschen im 20. Jahrhundert.

Queerer Bezug: Freud analysiert Homosexualität als natürliche Variation des Sexualtriebs und unterscheidet Typen wie Subjekthomoerotik, was Vorurteile abbaut und die Debatte um angeborene Orientierungen vorantreibt. Es markiert einen Meilenstein in der Entpathologisierung von LGBT-Identitäten.