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Ein Mann seiner Klasse

Ein Mann seiner Klasse
Buch · Roman
2020 · 224 Seiten

Das Buch hat keinen direkten LGBT-Bezug, thematisiert jedoch toxische Männlichkeit, häusliche Gewalt und den Ausbruch aus familiären Zwängen, was für queere Leser*innen relevant ist, da es den Kampf gegen starre Geschlechterrollen und gesellschaftliche Erwartungen beleuchtet.

AutobiografieArmutGewaltSozialer AufstiegFamilienドラマKindheitstraumaBildungsroman

In 'Ein Mann seiner Klasse' erzählt Christian Baron autobiografisch von seiner Kindheit in den 1990er Jahren in Kaiserslautern. Der junge Christian wächst in prekären Verhältnissen auf: Sein alkoholkranker Vater Ottes, ein Möbelpacker, ist gewalttätig und unberechenbar, prügelt die depressive Mutter Mira und versagt als Versorger. Die Geschwister Christian, Benny und Laura leiden unter der häuslichen Gewalt, Armut und familiären Konflikten, bis Tante Juli eingreift und die Kinder aufnimmt. Christian navigiert zwischen Loyalität zum Vater und dem Drang nach einem besseren Leben, besucht dank Julis Unterstützung das Gymnasium und freundet sich mit einem türkischen Jungen an. Trotz Einflüssen aus höheren Schichten wählt er letztlich seinen eigenen Weg.

Das Buch thematisiert sozialen Aufstieg als Bildungsflüchtling, ohne mit den Eltern abzurechnen – der Vater bleibt 'ein Mann seiner Klasse', geprägt von Gesellschaft und Herkunft. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, gewinnt es für queere Leser*innen Relevanz durch die Darstellung toxischer Männlichkeit, familiärer Traumata und des Bruchs mit traditionellen Rollenmustern, die oft in LGBT-Kontexten resonieren. Barons nüchterne, schonungslose Prosa macht es zu einem bewegenden Zeugnis über Resilienz und Emanzipation.

Fakten
Genre Roman
Erscheinungsjahr 2020
Seiten 224
ISBN 9783546100007

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