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Engel in Amerika

Engel in Amerika
Buch · Drama
1991 · 240 Seiten

Das Stück ist ein zentrales Werk der LGBT-Literatur und behandelt die AIDS-Krise der 1980er Jahre sowie die Erfahrungen schwuler Männer in einer homophoben Gesellschaft. Es gilt als eines der wichtigsten Theaterstücke zur Darstellung von Homosexualität und ihrer gesellschaftlichen Marginalisierung.

AIDSHomosexualitätReagan-ÄraGesellschaftskritikDramaSchwulenbewegungAmerikanische Geschichte

"Engel in Amerika" ist ein Mammutdrama des amerikanischen Autors Tony Kushner, das sich als "schwule Phantasie über nationale Themen" präsentiert. Das Stück entstand Anfang der 1990er Jahre und zeichnet ein eindringliches Sittengemälde der USA während der Reagan-Ära, als die AIDS-Epidemie grassierte und der Staat ratlos bis ignorant gegenüberstand. Die Handlung verwebt mehrere Erzählstränge: Prior Walter erkrankt an AIDS und wird von seinem Partner Louis verlassen; der konservative Anwalt Joe Pitt führt eine heimliche homosexuelle Beziehung, während er eine mormonische Ehe aufrechterhält; der korrupte Rechtsanwalt Roy Cohn leugnet seine eigene AIDS-Erkrankung. Über allem schwebt eine visionäre Engelsgestalt. Kushner verwebt zwischenmenschliche Beobachtungen mit apokalyptischen Elementen und befragt eindringlich den Wert des Menschen in einer von Kapitalismus und Machtanspruch durchdrungenen Gesellschaft. Das Werk wurde mit dem Pulitzer-Preis und dem Tony Award ausgezeichnet.

Fakten
Genre Drama
Erscheinungsjahr 1991
Seiten 240
ISBN 9781559363846

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