- Autor
- Oscar Wilde, geb. 1854
- Genre
- Drama
- Erscheinungsjahr
- 1895
- ISBN
- 9783746618876
„Ernst sein ist alles“ (Original: „The Importance of Being Earnest“) ist Oscar Wildes brillante Komödie der guten Gesellschaft aus dem Jahr 1895. Die Handlung dreht sich um die Dandys Jack Worthing und Algernon Moncrieff, die doppelte Identitäten führen, um ihren gesellschaftlichen Pflichten zu entfliehen. Jack täuscht in der Stadt vor, sein Bruder Ernst zu sein, um Lady Gwendolen Fairfax zu umwerben, während er auf dem Land als moralisches Vorbild für seine Ward Cecily Cardew gilt. Algernon erfindet den kranken Freund Bunbury als Alibi. Die Verwicklungen eskalieren, als beide Frauen nur einen Mann namens Ernst heiraten wollen, was zu hilaranten Enthüllungen und einer absurden Auflösung führt.
Der LGBT-Bezug liegt in den subtilen queeren Untertönen: Das Doppelleben der Protagonisten spiegelt Wildes eigenes homosexuelles Leben wider, das kurz nach der Uraufführung zu seiner Verurteilung wegen „Unzucht“ führte. Queere Interpretationen sehen in Motiven wie dem Zigarettenetui und dem „Bunburying“ – dem Erfinden fiktiver Freunde für geheime Treffen – Andeutungen homoerotischer Codes. Das Stück kritisiert viktorianische Heuchelei und feiert Authentizität, was Wilde als queere Ikone unsterblich macht.
Queerer Bezug: Das Stück enthält subtile queere Codes wie das Doppelleben der Protagonisten, das Wildes homosexuelles Leben widerspiegelt, und wurde kurz vor seiner Verurteilung wegen Homosexualität uraufgeführt. Es etabliert Wilde als queere Ikone durch Satire auf viktorianische Moral.