- Autor
- Jonathan Safran Foer, geb. 1977
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2005
- Seiten
- 368
- ISBN
- 9780547416212
„Extremely Loud & Incredibly Close“ von Jonathan Safran Foer ist ein berührender Roman über den neunjährigen Oskar Schell, der mit dem Tod seines Vaters in den Anschlägen vom 11. September 2001 ringt. Oskar entdeckt einen mysteriösen Schlüssel in einer Vase seines Vaters und begibt sich auf eine abenteuerliche Suche durch New York, um dessen Geheimnis zu lüften. Dabei trifft er den exzentrischen Nachbarn Mr. Black und knüpft unerwartete Freundschaften, die ihm helfen, seine Trauer zu verarbeiten. Parallel dazu enthüllen Briefe der Großeltern die traumatischen Erlebnisse des Großvaters beim Bombardement Dresdens im Zweiten Weltkrieg und die komplizierte Beziehung der Großeltern.
Ein LGBT-Bezug ergibt sich aus der Figur des Großvaters, der in seiner stummen Verzweiflung eine queere Facette andeutet: Er schreibt Songtexte auf seinen Körper und lebt in emotionaler Isolation, was Interpretationen als Metapher für unterdrückte Identität ermöglicht. Der Roman thematisiert universelle Motive von Verlust, Kommunikation und Heilung, verbindet 9/11 mit historischen Traumata und feiert die Kraft kindlicher Neugier. Foers experimenteller Stil mit Fotos und Flipbooks verstärkt die emotionale Wucht und macht das Buch zu einem Meilenstein der Trauerverarbeitung.
Queerer Bezug: Der Roman weist einen subtilen LGBT-Bezug auf, da die Figur des Großvaters mit queeren Elementen wie dem Schreiben von Songtexten auf seinen Körper und emotionaler Isolation dargestellt wird, was als Metapher für unterdrückte Identität interpretiert werden kann.