- Autor
- Paul Monette, geb. 1945
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 1988
- Seiten
- 362
Geborgte Zeit (Original: Borrowed Time) ist die autobiografisch geprägte Memoiren von Paul Monette, in denen er seine leidenschaftliche Liebe zu seinem Partner Roger Horwitz schildert. Das Buch beginnt mit ihrer Begegnung 1977 und erzählt von den Höhen und Tiefen ihrer Beziehung inmitten der aufkeimenden AIDS-Krise. Monette beschreibt eindringlich, wie die unheilbare Krankheit Rogers Leben zerstört und ihn 1986 hinwegrafft, während er selbst mit Trauer, Wut und dem Kampf gegen Vorurteile ringt.
Der **LGBT-Bezug** ist zentral: Monette thematisiert offen schwule Liebe, Coming-out-Prozesse und die Stigmatisierung von Homosexuellen in den 1970er und 1980er Jahren. Besonders die AIDS-Epidemie wird als Katastrophe für die schwule Community beleuchtet, die Tausende Leben forderte und gesellschaftliche Diskriminierung verstärkte. Das Werk gilt als Meilenstein der queeren Literatur, da es nicht nur persönlichen Schmerz authentisch vermittelt, sondern auch politische Forderungen nach Anerkennung und Rechten aufstellt. Monettes schonungslose Ehrlichkeit machte Geborgte Zeit zu einem wichtigen Zeugnis der schwulen Befreiungsbewegung und AIDS-Aktivismus.
Queerer Bezug: Das Buch thematisiert die schwule Liebe und die verheerende AIDS-Krise in der schwulen Community der 1980er Jahre. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Homophobie und für die Anerkennung queerer Beziehungen.