Idol, Burning

Autor
Rin Usami, geb. 1999
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
144
ISBN
9781838856120
Idol, Burning

Idol, Burning von Rin Usami ist ein intensiver Roman über die obsessive Verehrung einer Highschool-Schülerin namens Akari für ihren Idol Masaki Ueno, Mitglied der J-Pop-Gruppe Maza Maza. Akari widmet ihr Leben ihrem 'Oshi', bloggt fanatisch über ihn und sieht in ihm ihren Retter und Sinn ihres Daseins. Ihr Alltag dreht sich um stundenlanges Scrollen nach Infos, Analysen seiner Auftritte und die Illusion, durch ihn die Welt zu verstehen. Doch als ein Skandal ausbricht – Masaki soll eine Fanin geschlagen haben –, gerät alles ins Wanken. Social Media explodiert, Akari verteidigt ihn verbissen, während ihr eigenes Leben aus den Fugen gerät: Schulprobleme, soziale Isolation und emotionale Abhängigkeit fordern ihren Tribut.

Der Roman beleuchtet die dunkle Seite der Idol-Kultur, toxische Fankulte und die zerbrechliche Identität Jugendlicher in der digitalen Welt. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, thematisiert er queere Aspekte der Obsession und Identitätssuche: Akaris androgyne, fast religiöse Hingabe an den männlichen Idol weckt Diskussionen über non-normative Fan-Beziehungen und die Flucht vor gesellschaftlichen Normen in der japanischen Popkultur, wo Idole oft rein und unantastbar idealisiert werden. Usamis Werk, ausgezeichnet mit dem Akutagawa-Preis, fordert zur Reflexion über Abhängigkeit und Reifung auf.

Queerer Bezug: Obwohl kein direkter LGBT-Plot vorliegt, ist das Buch durch Akaris intensive, fast queere Obsession für ihren männlichen Idol relevant, die non-normative Identitätsfragen und obsessive Hingabe in der Fankultur aufwirft. Es spiegelt Themen der Flucht vor Normen wider, die in LGBT-Kontexten resonieren.