- Autor
- Robin Talley, geb. 1981
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2014
- Seiten
- 410
- ISBN
- 9781460330456
„Lies We Tell Ourselves“ von Robin Talley ist ein berührender Jugendroman, der im Jahr 1959 im Süden der USA, in Virginia, spielt. Die Geschichte dreht sich um Sarah Dunbar, eine der ersten schwarzen Schülerinnen an der bisher ausschließlich weißen Jefferson High School, und Linda Hairston, die Tochter eines segregationsfreundlichen Politikers. Inmitten der hitzigen Kämpfe um Bürgerrechte und Integration stoßen die beiden Mädchen zufällig aufeinander und entwickeln eine unerwartete, verbotene Anziehungskraft.
Der Roman beleuchtet die rassistischen Spannungen der Zeit, mit brutalen Bedrohungen und Diskriminierung gegenüber den neuen schwarzen Schülern, während er parallel eine zarte lesbische Liebesgeschichte entfaltet. Sarah kämpft für Gleichberechtigung, Linda ringt mit den Lügen ihrer Familie und Gesellschaft. Talley verwebt meisterhaft historische Realität mit persönlichen Konflikten, thematisiert Vorurteile, Identitätssuche und den Mut, der Wahrheit ins Gesicht zu blicken. Das Buch unterstreicht die Bedeutung von Empathie und Liebe jenseits gesellschaftlicher Barrieren und ist ein eindringliches Zeugnis für die Bürgerrechtsbewegung sowie queere Selbstfindung.
Queerer Bezug: Das Buch thematisiert eine verbotene lesbische Beziehung zwischen zwei Teenager-Mädchen inmitten rassistischer Spannungen der 1950er Jahre. Es beleuchtet queere Identität, Coming-out und Liebe über gesellschaftliche Barrieren hinweg.