M. Butterfly

Autor
David Henry Hwang, geb. 1957
Genre
Drama
Erscheinungsjahr
1988
Seiten
104
ISBN
9780140234039
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M. Butterfly

Das Theaterstück 'M. Butterfly' von David Henry Hwang, erstmals 1988 aufgeführt, erzählt die faszinierende und tragische Geschichte des französischen Diplomaten René Gallimard. In den 1960er Jahren in Peking verliebt er sich leidenschaftlich in die chinesische Opernsängerin Song Liling, die er als seine 'Madame Butterfly' idealisiert. Ihre Beziehung, geprägt von Unterwerfung, Erotik und Geheimnissen, dauert über Jahre, während um sie herum die Kulturrevolution tobt. Gallimard liefert sogar sensible Informationen an Song, ohne die Wahrheit zu ahnen.

Der zentrale Twist offenbart, dass Song Liling ein Mann ist – ein Spion, der Frauenrollen in der traditionellen Peking-Oper verkörpert. Dieses basiert lose auf dem realen Skandal um Bernard Boursicot und Shi Peipu. Der LGBT-Bezug liegt in der queeren Dynamik: Es thematisiert westliche Fantasien von asiatischer Feminität, Geschlechterrollen, Homosexualität und die Verleugnung der eigenen Sexualität. Hwang dekonstruiert rassistische und koloniale Stereotype, macht das Stück zu einem Meilenstein der queeren Literatur und einem Klassiker des postmodernen Dramas.

Queerer Bezug: Das Stück beleuchtet queere Themen wie Cross-Dressing, Homosexualität und die Dekonstruktion von Geschlechterstereotypen durch die Beziehung zwischen dem Diplomaten Gallimard und dem männlichen Opernsänger Song Liling. Es kritisiert westliche Fantasien von asiatischer Feminität und macht es zu einem zentralen Werk der LGBT-Literatur.