Middlesex

Autor
Jeffrey Eugenides, geb. 1960
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
735
ISBN
9780374199692
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Middlesex

„Middlesex“ von Jeffrey Eugenides ist ein epischer Roman, der die Geschichte einer griechisch-amerikanischen Einwandererfamilie über drei Generationen erzählt. Alles beginnt 1922 in einem griechischen Bergdorf am kleinasiatischen Olymp, wo die Geschwister Desdemona und Lefty Stephanides vor den Türken fliehen, nach Smyrna und schließlich nach Amerika auswandern. Auf dem Schiff verheiraten sie sich inkognito und gründen in Detroit eine Familie, deren Geheimnis – die Inzucht – eine genetische Mutation auslöst. Jahrzehnte später wird die Enkelin Calliope als Mädchen geboren, entpuppt sich jedoch als Intersexueller (Pseudohermaphrodit) namens Cal und entdeckt ihre wahre Identität.

Der **LGBT-Bezug** liegt in Cals Reise zur Selbsterkenntnis als Mann mit weiblichen Genitalien, die Themen wie Geschlechtsidentität, Sexualität und gesellschaftliche Normen beleuchtet. Der Roman thematisiert zudem Inzest und familiäre Tabus. Mit Pulitzer-Preis gekürt, fasziniert „Middlesex“ durch seine sprachliche Brillanz, historische Tiefe und mythische Anklänge, wird als moderner Klassiker gefeiert und bietet tiefgründige Einblicke in Migration, Genetik und das Streben nach Authentizität.

Queerer Bezug: „Middlesex“ thematisiert die Intersexualität des Protagonisten Cal, der als Mädchen aufwächst, aber als Mann lebt, und beleuchtet so Fragen von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung. Der Roman gilt als wegweisend für die queere Literatur durch seine sensible Darstellung von Nicht-Binär-Existenz und gesellschaftlichen Normen.