- Autor
- Douglas Stuart, geb. 1976
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2020
- Seiten
- 448
- ISBN
- 9789046827574
„Shuggie Bain“ von Douglas Stuart ist ein eindringlicher, autobiografisch geprägter Roman, der das harte Leben in den 1980er und 1990er Jahren im Arbeiterviertel von Glasgow beleuchtet. Die Geschichte dreht sich um den jungen Shuggie Bain, der mit seiner Mutter Agnes, einem alkoholkranken, aber liebenswerten Schatten ihrer selbst, und seinen Halbgeschwistern zurückbleibt, nachdem der Vater die Familie verlässt. Agnes kämpft mit Armut, Abhängigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung, während Shuggie als sensibler, femininer Junge mit seiner aufkeimenden Homosexualität ringt und Mobbing erleidet.
Der **LGBT-Bezug** ist zentral: Shuggie entdeckt und akzeptiert seine schwule Identität in einer homophoben Umgebung, was seine Isolation vertieft. Der Roman thematisiert mutig queere Coming-of-Age-Erfahrungen inmitten familiärer Tragödien und sozialer Deklassierung. Stuart gewann 2020 den Booker Prize, da das Buch mit roher Emotionalität und nuancierter Charakterzeichnung die Stigmatisierung von Alkoholismus, Armut und Homosexualität in Schottland seziert – ein Meilenstein der zeitgenössischen Literatur.
Queerer Bezug: Der Roman porträtiert die Entwicklung des schwulen Protagonisten Shuggie in einer homophoben, arbeiterklassigen Umgebung der 1990er Jahre in Glasgow und thematisiert queere Identität, Ablehnung und Selbstfindung. Autobiografisch inspiriert, gewann er den Booker Prize und beleuchtet die Schnittstelle von Sexualität, Armut und familiärer Dysfunktion.