Sing, Unburied, Sing

Autor
Jesmyn Ward, geb. 1977
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
289
ISBN
9781408891049
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Sing, Unburied, Sing

„Sing, Unburied, Sing“ von Jesmyn Ward ist ein eindringlicher Roman, der das harte Leben einer afroamerikanischen Familie in Mississippi beleuchtet. Der 13-jährige Jojo lebt mit seiner kleinen Schwester Kayla bei den Großeltern Mam und Pop, während ihre drogenabhängige Mutter Leonie abwesend ist. Als der weiße Vater Michael aus dem Gefängnis Parchman entlassen wird, unternimmt Leonie mit den Kindern und ihrer Freundin Misty eine gefährliche Fahrt, um ihn abzuholen. Auf dieser Reise begegnen sie Geistern: Leonie sieht ihren verstorbenen Bruder, und Jojo den Geist Richie, einem Jungen aus Pops Vergangenheit, der von Rassismus und Gewalt gezeichnet ist.

Der Roman thematisiert tiefgreifend Rassismus, Armut, Sucht und familiäre Zerreißproben in der amerikanischen Südstaaten-Gesellschaft. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug im Zentrum steht, wird queere Sensibilität durch die nuancierte Darstellung von Emotionen, Verletzlichkeit und nicht-binären Identitäten in den Figuren angedeutet, was das Werk für LGBT-Leser relevant macht. Wards poetische Sprache und magisch-realistische Elemente machen es zu einem National Book Award-Gewinner, der die Stimmen der Marginalisierten singen lässt.

Queerer Bezug: „Sing, Unburied, Sing“ weist keinen zentralen LGBT-Charakter oder -Plot auf, gewinnt jedoch Relevanz durch sensible Darstellung emotionaler Verletzlichkeit und fluider Identitäten, die queere Leser*innen ansprechen. Die Themen von Marginalisierung und Trauma überschneiden sich mit LGBT-Erfahrungen.