So wie du mich willst

Autor
Elizabeth Strout, geb. 1956
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
208

In 'So wie du mich willst', dem deutschen Titel von Elizabeth Strouts Roman 'My Name Is Lucy Barton', liegt die Schriftstellerin Lucy Barton monatelang im Krankenhaus und erhält unerwartet Besuch von ihrer Mutter, die sie seit Jahren nicht gesehen hat. Während die Mutter Anekdoten aus der Heimat erzählt, die von Armut, Ausgrenzung und familiären Konflikten geprägt sind, steigen in Lucy schmerzhafte Erinnerungen an eine Kindheit voller Kälte und Lieblosigkeit auf. Die scheinbar harmlosen Geschichten enthüllen tiefe emotionale Wunden und die Unfähigkeit der Familie, echte Nähe zuzulassen.

Der **LGBT-Bezug** ergibt sich aus Strouts umfassendem Werk, insbesondere dem ergänzenden Roman 'Alles ist möglich', in dem verheimlichte Homosexualität als Teil des provinziellen Alltags in Amgash thematisiert wird. Dies erweitert Lucys Geschichte um Figuren, die mit unterdrückter Sexualität ringen, und unterstreicht Strouts sensible Darstellung menschlicher Schwächen und Sehnsüchte. Das Buch beleuchtet die Komplexität familiärer Beziehungen und die Suche nach Versöhnung, macht die LGBT-Relevanz durch Kontext zu einem zentralen Motiv der Autorin und regt zur Reflexion über Identität und Akzeptanz an.

Queerer Bezug: Im Kontext von Strouts Amgash-Zyklus wird verheimlichte Homosexualität als alltägliches Element der provinziellen Gesellschaft dargestellt. Dies vertieft die Themen von unterdrückter Identität und sozialer Enge in Lucys Welt.