Das Buch thematisiert eine intensive lesbische Liebesgeschichte zwischen Susan und Maud inmitten viktorianischer Repressionen. Es gilt als Klassiker queerer Literatur und wurde für seine authentische Darstellung von weiblicher Homosexualität gefeiert.
„Solange du lügst“ von Sarah Waters ist ein fesselnder viktorianischer Roman, der im England des 19. Jahrhunderts spielt. Die Waise Susan Trinder wächst bei der zwielichtigen Mrs. Sucksby auf und schmiedet mit dem charismatischen Betrüger Richard Rivers, genannt „Gentleman“, einen Plan: Susan soll als Zofe in das Haus der reichen Erbin Maud Lilly eindringen, sie zur Heirat mit Gentleman überreden und Maud anschließend ins Irrenhaus bringen, um ihr Vermögen zu erbeuten.
Der Coup verläuft zunächst glatt, doch Susan entwickelt zärtliche, leidenschaftliche Gefühle für Maud, die alles verändern. Als Wendungen die Handlung auf den Kopf stellen, offenbart sich ein Netz aus Täuschung, Verrat und verbotener Liebe. Der Roman thematisiert intensiv lesbische Beziehungen in einer repressiven Epoche, beleuchtet Geschlechterrollen, Klassenunterschiede und die Grausamkeit patriarchalischer Strukturen. Waters’ meisterhafte Erzählung mit unvorhersehbaren Twists und nuancierter Charakterzeichnung macht das Buch zu einem Meilenstein der queerer Literatur, das 2002 mit dem Orange Prize ausgezeichnet wurde und als Vorlage für die Verfilmung „Die Diebin“ diente.
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