- Autor
- Delphine de Vigan
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2019
- Seiten
- 224
- ISBN
- 9781981037537
„Tage ohne Hunger“ von Delphine de Vigan erzählt die bewegende Geschichte der 19-jährigen Laure, die an schwerer Magersucht leidet und in eine Klinik eingewiesen wird, als ihr Zustand lebensbedrohlich wird. In den folgenden drei Monaten ringt sie mit ihrem Todeswunsch, der von einer inneren Kälte dominiert wird. Unter der hartnäckigen Fürsorge ihres Arztes, der als einziger Mensch zu ihr durchdringt, öffnet sich Laure allmählich. Sie konfrontiert ihre traumatische Kindheit mit einer psychisch kranken Mutter, die sie in die Krankheit trieb. Langsam kehrt Lebenswille und sogar Freude am Leben zurück.
Das Buch beleuchtet eindringlich die psychischen Abgründe von Essstörungen und den mühsamen Heilungsprozess. Obwohl kein expliziter LGBT-Bezug vorliegt, gewinnt die Geschichte durch die sensible Darstellung von Identitätskrisen, Verletzlichkeit und der Suche nach Selbstakzeptanz eine queere Relevanz. Es appelliert an Leser:innen, die mit Marginalisierung und inneren Kämpfen vertraut sind, und unterstreicht die Bedeutung von Empathie und professioneller Hilfe in der Überwindung von Trauma.
Queerer Bezug: Das Buch thematisiert keine expliziten LGBT-Elemente, doch die intensive Auseinandersetzung mit Identitätskrisen, Verletzlichkeit und der Suche nach Selbstwert gewinnt für queere Leser:innen Relevanz. Es spiegelt universelle Kämpfe um Akzeptanz und Heilung wider.