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Tagebuch eines Diebes

Tagebuch eines Diebes
Buch · Memoiren
1949 · 325 Seiten

Das Buch thematisiert offen Homosexualität als zentrales Element von Genets Leben, inklusive Beziehungen zu Liebhabern wie Stilitano, und verherrlicht sie ästhetisch neben Verrat und Diebstahl.

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"Tagebuch eines Diebes" ist Jean Genets autobiografisch geprägter Roman, in dem er seine Jugend als Vagabund, Dieb und Ausgestoßener schildert. Genet beschreibt seinen Weg von Erziehungsanstalten über das Militär, wo er desertiert, bis hin zu einem Leben am Rande der Gesellschaft in Slums von Barcelona und anderen europäischen Städten. Diebstahl, Prostitution und Mord durchziehen seinen Alltag, den er in einem amoralischen, fast ästhetisierenden Gestus verherrlicht.

Der **LGBT-Bezug** ist zentral: Genet thematisiert offen seine homosexuellen Erfahrungen, darunter wechselnde Liebhaber und seine große Liebe zu Stilitano, einem serbischen Einarmigen. Homosexualität wird neben Verrat und Verbrechen als existenzielle Haltung gefeiert, die Genet zu einer poetischen Umdeutung des Elends führt. Das Buch, 1949 veröffentlicht, gilt als Schlüsselwerk, das Genets Absichten der romantischen Ästhetik des Verbrechens offenbart und seine Selbstbefreiung einleitet.

Fakten
Genre Memoiren
Erscheinungsjahr 1949
Seiten 325
ISBN 9783353005564

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