Uhr ohne Zeiger

Autor
Carson McCullers, geb. 1917
Genre
Roman
Erscheinungsjahr
1961
Seiten
224
ISBN
9783257201468
Uhr ohne Zeiger

In 'Uhr ohne Zeiger', dem letzten Roman von Carson McCullers aus dem Jahr 1961, steht der Apotheker Phillip Malone im Mittelpunkt. Er erfährt von seinem Arzt, dass ihm nur noch ein Jahr zu leben bleibt, was ihn zu tiefgreifenden Reflexionen über sein Leben und seine Familie anregt. Malone beginnt, die Beziehungen zu seiner Frau und seinen Kindern neu zu betrachten, und entdeckt verborgene Sehnsüchte und emotionale Abgründe. Die Handlung entfaltet sich in einer kleinen US-amerikanischen Stadt und beleuchtet Themen wie Sterblichkeit, Isolation und die Suche nach Sinn.

Der LGBT-Bezug ergibt sich aus McCullers' eigener bisexueller Orientierung und ihrer sensiblen Darstellung von nicht-normativen Gefühlen. Besonders die Figur des Sohnes, des jungen Künstlers Eric, der mit seiner Homosexualität ringt, spiegelt queere Identitätskonflikte wider. McCullers' Werk gilt als wegweisend für die queere Literatur, da es subtile Homoerotik und innere Zerrissenheit einfühlsam thematisiert, lange vor der breiten Akzeptanz solcher Narrative.

Das Buch unterstreicht McCullers' Meisterschaft in der Psychologie Außenseiterfiguren und bleibt ein Meilenstein der amerikanischen Moderne, der Tod und Liebe unerbittlich verknüpft.

Queerer Bezug: Das Buch thematisiert queere Identitäten durch die Figur des homosexuellen Sohnes Eric und spiegelt Autorin Carson McCullers' eigene bisexuelle Erfahrungen wider. Es trägt zur frühen literarischen Sichtbarmachung von LGBT-Themen bei.