- Nationalität
- Deutsch
- Geboren
- 30.04.1978
Sandra Hüller, geboren am 30. April 1978 in Suhl, ist eine der führenden deutschen Schauspielerinnen ihrer Generation. Sie studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin und begann ihre Karriere mit Theaterengagements in Jena, Leipzig und Basel. Ihr Filmdebüt gab sie 2006 in Hans-Christian Schmids Requiem als epilepsiekranke Michaela Klingler, eine Rolle, die ihr den Silbernen Bären, den Deutschen Filmpreis und den Bayerischen Filmpreis einbrachte.
Weitere Meilensteine waren Anonyma – Eine Frau in Berlin (2008), Toni Erdmann (2016) mit Peter Simonischek, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, sowie Fack ju Göhte 3 (2017) und 25 km/h (2018). International durchbrach sie mit Anatomie eines Falls (2023), für die sie 2024 den César, eine Oscar-Nominierung und den Europäischen Filmpreis gewann, sowie mit The Zone of Interest. Hüller ist bekannt für ihre nuancierten Darstellungen komplexer Frauenfiguren und ihre Arbeit am Theater, etwa an den Münchner Kammerspielen und dem Schauspielhaus Bochum.
Ein direkter LGBT-Bezug in ihrer Filmografie ist nicht prominent dokumentiert, doch ihre Rollenvielfalt umfasst oft gesellschaftlich ausgrenzte Charaktere, wie in Die sexuellen Neurosen unserer Eltern, die queere Themen tangieren.