André Gide

Nationalität
Französisch
Geboren
22.11.1869

André Gide, geboren 1869 in Paris, war ein einflussreicher französischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Streng puritanisch und protestantisch erzogen, rebellierte er früh gegen diese Fesseln. Sein Debütwerk 'Les Cahiers d’André Walter' (1891) markierte seinen Eintritt in die symbolistische Literatur. Bekannt wurde er durch Romane wie 'Der Immoralist' (1902), in dem er Sinnlichkeit und die Ablehnung moralischer Dualismen feierte, sowie 'Die Falschmünzer' (1925), sein anspruchsvollstes Werk. Die 'Symphonie pastorale' avancierte zu seinem größten Erfolg.

Gides Leben war geprägt von inneren Konflikten um seine Homosexualität. Reisen nach Nordafrika 1893/94 führten zur Befreiung von unterdrückten Neigungen; er traf Oscar Wilde und outete sich später in Werken wie 'Corydon' (1924), einer Verteidigung der Päderastie, und der Autobiografie 'Si le grain ne meurt' (1926). Trotz Heirat mit seiner Cousine Madeleine Rondeaux 1895 blieb er bisexuell. Als Mitbegründer der 'Nouvelle Revue Française' prägte er die Literatur. 1947 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und starb 1951 in Paris.

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