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Corydon

Corydon
Buch · Essay
1924 · 255 Seiten

Corydon ist ein Meilenstein der LGBT-Literatur, da André Gide darin seine Homosexualität öffentlich verteidigt und Vorurteile gegen gleichgeschlechtliche Liebe widerlegt. Es rechtfertigt Päderastie als natürliches Phänomen und diente Gide als persönliche Befreiung.

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Corydon ist ein kontroverses Werk des französischen Autors André Gide, das 1924 veröffentlicht wurde. Es umfasst vier sokratische Dialoge, in denen der Hirte Corydon – ein Homosexueller – seine Neigungen gegen einen skeptischen Heterosexuellen verteidigt. Durch historische Beispiele aus der Antike, medizinische Argumente und literarische Referenzen widerlegt Corydon Vorurteile und stellt die Homosexualität als natürliches, sogar überlegenes Phänomen dar, mit einem Fokus auf Päderastie.

Der LGBT-Bezug ist zentral: Gide outete sich damit öffentlich als Homosexueller, brach mit gesellschaftlichen Normen und thematisierte seine eigenen Erfahrungen. Das Buch gilt als Meilenstein der schwulen Literatur, da es Stigmatisierungen entkräftet und die Legitimität gleichgeschlechtlicher Liebe behauptet. Trotz Kritik, etwa von katholischen Kreisen, markierte es für Gide eine Befreiung und beeinflusste die Debatte um Sexualität nachhaltig.

Fakten
Genre Essay
Erscheinungsjahr 1924
Seiten 255
ISBN 9782070227693

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