- Nationalität
- Uruguayisch-US-amerikanisch
- Geboren
- 01.01.1975
Carolina De Robertis, geboren 1975 in England als Tochter uruguayischer Eltern, wuchs in England, der Schweiz und Kalifornien auf. Seit 1985 lebt sie in den USA. Sie begann ihre Karriere als Übersetzerin literarischer Texte, darunter Werke von Alejandro Zambra und Roberto Ampuero. Vor ihrem literarischen Debüt arbeitete sie zehn Jahre für Frauenrechtsorganisationen, die sich mit Themen wie Einwanderung und Gewalt gegen Frauen beschäftigten.
2009 erschien ihr Debütroman Die unsichtbaren Stimmen (orig. The Invisible Mountain), eine Familiensaga über drei Generationen uruguayischer Frauen, die in 15 Sprachen übersetzt wurde. 2012 folgte Perla, ein Roman über die argentinische Militärdiktatur und die Verschwundenen. Bekannt wurde sie mit Die Tangospielerin (The Gods of Tango, 2015), in dem die Protagonistin Leda sich als Mann verkleidet, um als Tangotänzerin in Argentinien zu leben – ein Werk mit starkem queeren Unterton. Ihr Roman Cantoras (2019) thematisiert lesbische Liebe und Widerstand unter der uruguayischen Diktatur und erhielt 2020 den Stonewall Book Award. De Robertis’ Werke verbinden Familiengeschichten mit historischen und gesellschaftlichen Themen, oft aus queerer Perspektive.