- Nationalität
- Amerikanisch
- Geboren
- 18.09.1913
Donald Webster Cory, bürgerlicher Name Edward Sagarin, war ein einflussreicher US-amerikanischer Autor und Soziologe, der unter seinem Pseudonym maßgeblich zur frühen Homophilen-Bewegung beitrug. Geboren am 18. September 1913 in Schenectady, New York, veröffentlichte er 1951 sein wegweisendes Buch The Homosexual in America, das Homosexuelle als unterdrückte Minderheit darstellte und zum Coming-out sowie zu gleichen Rechten aufrief. Das Werk beeinflusste Aktivisten wie Barbara Gittings und Frank Kameny und gilt als eines der einflussreichsten Schriften der schwul-lesbischen Emanzipation.
Aufbauend darauf gründete Cory den Cory Book Service, der LGBTQ+-Themenbücher vertrieb, und war Redakteur bei ONE Magazine sowie Mitglied der Mattachine Society. Später promovierte er 1966 in Soziologie an der New York University und wurde Professor am City College of New York. In seinen späteren Werken wie The Homosexual and His Society (1963) oder The Lesbian in America (1964) distanzierte er sich jedoch von radikalen Strömungen, sah Homosexualität als neurotisches Verhalten und kritisierte die Ablehnung pathologischer Ansätze. Sagarin starb 1986 in New York.