Das Buch gilt als Grundstein der amerikanischen Homosexuellenbewegung, da es Homosexuelle als unterdrückte Minderheit darstellt und zum Coming-out für Gleichberechtigung aufruft. Es inspirierte frühe Aktivisten und prägte die Selbstwahrnehmung der LGBTQ+-Community nachhaltig.
"The Homosexual in America: A Subjective Approach" von Donald Webster Cory, erschienen 1951, ist eines der einflussreichsten Sachbücher der frühen Homosexuellenbewegung in den USA. Unter dem Pseudonym Cory analysiert der Soziologe Edward Sagarin das Leben homosexueller Menschen aus subjektiver Perspektive eines Betroffenen. Es handelt sich nicht um eine fiktive Handlung, sondern um eine detaillierte, ehrliche Darstellung der Realitäten: von der Diskriminierung und gesellschaftlichen Ausgrenzung über das verborgene Leben in Bars, Drag-Bällen und privaten Treffen bis hin zu rechtlichen und psychologischen Herausforderungen.
Der starke **LGBT-Bezug** liegt in der Pionierrolle des Buches, das Homosexuelle erstmals als unterdrückte Minderheit wie ethnische Gruppen darstellt und zum **Coming-out** aufruft, um Gleichberechtigung zu erkämpfen. Cory widerlegt Vorurteile, entlarvt Homophobie als Mehrheitsproblem und skizziert eine Vision einer offenen schwulen Gesellschaft. Es beeinflusste Wegbereiter wie Barbara Gittings und Frank Kameny, begründete den Cory Book Service und gab dem Homophile Movement entscheidenden Schwung. Mit 326 Seiten bleibt es ein Meilenstein für die Sichtbarmachung und Selbstermächtigung der LGBTQ+-Community.
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