- Nationalität
- Britischer
- Geboren
- 01.01.1879
Edward Morgan Forster, bekannt als E. M. Forster, wurde am 1. Januar 1879 in London geboren und starb am 7. Juni 1970 in Coventry. Als einer der bedeutendsten britischen Autoren des 20. Jahrhunderts schrieb er Gesellschaftsromane, die Klassenunterschiede, gesellschaftliche Normen und die Suche nach Selbstbestimmung thematisieren. Sein Debütroman Where Angels Fear to Tread erschien 1905, gefolgt von The Longest Journey (1907), Zimmer mit Aussicht (1908) und Wiedersehen in Howards End (1910). Sein Meisterwerk Auf der Suche nach Indien (1924) porträtiert das britische Kolonialreich.
Forster war Mitglied der Bloomsbury Group und reiste viel, unter anderem nach Italien und Indien, wo er als Sekretär eines Maharadschas arbeitete. Als homosexueller Autor thematisierte er in seinem posthum veröffentlichten Roman Maurice (1971) die tabuisierte Liebe zwischen Männern, basierend auf eigenen Erfahrungen. Dieser autobiografisch geprägte Text gilt als Meilenstein der schwulen Literatur und kritisiert die repressiven edwardianischen Konventionen. Nach 1924 schrieb Forster keine weiteren Romane mehr, wandte sich aber Essays und Kurzgeschichten zu, darunter die dystopische Erzählung Die Maschine steht still.