Han Kang

Nationalität
Südkoreanisch
Geboren
27.11.1970

Han Kang, geboren am 27. November 1970 in Gwangju, Südkorea, ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen ihres Landes. Als Tochter eines Schriftstellers wuchs sie in einer literarischen Familie auf, studierte Koreanische Literatur an der Universität Yonsei in Seoul und debütierte Mitte der 1990er-Jahre mit Gedichten. Bald wandte sie sich Romanen und Erzählungen zu, die sie mit zahlreichen Preisen auszeichnete, darunter 2005 den Yi-Sang-Preis.

Ihren internationalen Durchbruch erzielte sie 2016 mit dem Roman Die Vegetarierin, der mit dem Man Booker International Prize gekürt wurde. Das Werk thematisiert die radikale Entscheidung einer Frau, Fleisch zu verweigern, und stößt auf gesellschaftliche Gewalt. Weitere bekannte Romane sind Menschenbild und der kürzlich auf Deutsch erschienene Unmöglicher Abschied, der eine tiefe Freundschaft zwischen zwei Frauen vor dem Hintergrund historischer Traumata in Korea beleuchtet. 2024 wurde Han Kang mit dem Nobelpreis für Literatur für ihre intensive poetische Prosa geehrt, die menschliche Zerbrechlichkeit und kollektive Traumata erforscht. Ein expliziter LGBT-Bezug ist in ihren Werken nicht prominent dokumentiert.

Bücher