- Nationalität
- Amerikanisch
- Geboren
- 20.09.1974
Hanya Yanagihara, geboren 1974 in Los Angeles, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Sie wuchs in Hawaii auf, wo ihr Vater japanischer Abstammung und ihre Mutter koreanischer Herkunft stammen. Aufgrund der Karriere ihres Vaters verbrachte sie Teile ihrer Jugend in Maryland und Texas. Nach einem Studium arbeitete sie zunächst als Journalistin und Redakteurin bei Magazinen wie Conde Nast Traveler.
Ihr Debütroman 'Das Volk der Bäume' (2013) thematisiert einen Missbrauchsskandal eines Nobelpreisträgers und wurde 2019 ins Deutsche übersetzt. Weltweiten Durchbruch erzielte sie 2015 mit 'Ein wenig Leben', das die intensive Freundschaft und das traumatische Leben von vier Männern schildert, darunter den schwulen Protagonisten Jude St. Francis, der schwere Missbrauchserfahrungen durchleidet. Das Werk gewann den Kirkus Prize und stand auf Shortlists des Man Booker Prize, National Book Award und Baileys Prize. 2022 folgte 'Zum Paradies', das alternative Geschichtsszenarien erkundet. Yanagihara lebt in New York und ist bekannt für ihre schonungslose Auseinandersetzung mit Trauma, Freundschaft und queeren Themen.