- Autor
- Hanya Yanagihara, geb. 1974
- Genre
- Roman
- Erscheinungsjahr
- 2013
- Seiten
- 864
„Das Paradies der Menschen“ (Original: „To Paradise“) von Hanya Yanagihara ist ein ambitionierter Roman, der in drei miteinander verknüpften Erzählungen über drei Jahrhunderte spielt und alternative amerikanische Geschichten entwirft. Im Jahr 1893 in New York steht der junge David Bingham vor der Wahl zwischen einer arrangierten Ehe mit einem älteren, reichen Anwalt aus seiner einflussreichen Familie und einer leidenschaftlichen Beziehung zu seinem Klavierlehrer, die Abenteuer und Freiheit verspricht. Im Manhattan der 1990er-Jahre, gezeichnet von der AIDS-Krise, lebt ein hawaiianischer Immigrant mit einem wohlhabenden Partner, während er seine traumatische Vergangenheit verschweigt. Die dritte Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft des 21. Jahrhunderts, in der autoritäre Strukturen die Gesellschaft prägen.
Der starke **LGBT-Bezug** zeigt sich in den homoerotischen Beziehungen der Protagonisten, die gesellschaftliche Normen herausfordern, Diskriminierung und den Verlust durch AIDS thematisieren. Yanagihara erforscht Themen wie Liebe, Identität, Verlust und die Suche nach einem persönlichen Paradies inmitten von Unterdrückung und Pandemien. Der Roman gilt als bedeutendes Werk zeitgenössischer Literatur, das emotionale Tiefe mit gesellschaftskritischer Reflexion verbindet und Leser zu Fragen nach Freiheit und Zugehörigkeit anregt.
Queerer Bezug: Das Buch thematisiert zentrale LGBT-Themen wie homoerotische Beziehungen, die AIDS-Epidemie und Diskriminierung queeren Lebens in verschiedenen Epochen. Es beleuchtet die Suche nach Liebe und Akzeptanz jenseits gesellschaftlicher Normen.