- Nationalität
- Omanisch
- Geboren
- 16.07.1978
Jokha Alharthi, geboren 1978 in Oman, ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen omanischen Autorinnen und Hochschullehrerin für arabische Literatur an der Sultan-Qabus-Universität. Sie promovierte in klassischer arabischer Literatur an der Universität Edinburgh und stammt aus einer Familie von Dichtern. Alharthi hat drei Romane, Kurzgeschichtensammlungen, Kinderbücher und wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Ihr internationaler Durchbruch gelang 2019 mit dem Roman Himmelskörper (Original: Sayyidat al-Qamar, englisch Celestial Bodies), für den sie als erste arabische Schriftstellerin den Man Booker International Prize erhielt. Das Werk, übersetzt von Marilyn Booth, schildert vielstimmig den Wandel Omans von einer traditionellen Stammesgesellschaft mit Sklaverei zu einem modernen Ölstaat über drei Generationen, fokussiert auf das Leben von Frauen in einer patriarchalischen islamischen Welt.
Weitere Auszeichnungen umfassen den Sultan-Qaboos-Preis für Narinjah (2016) und eine Shortlist-Nominierung für den Sheikh-Zayed-Book-Award. Ihre Texte thematisieren gesellschaftliche Tabus wie Sklaverei, Hexerei und Suizid. Ein expliziter LGBT-Bezug ist in ihren bekannten Werken nicht dokumentiert; ihr Fokus liegt auf Frauenemanzipation und kulturellem Wandel.